Resilienz im Krankenhaus

Die Planungsgruppe Schweitzer sieht sich seit Beginn des Konflikts in der Ukraine wiederholt mit dem Thema der Resilienz von Krankenhaus-Gebäuden konfrontiert.

Bereits Ende 2025 wurden mehrere Krankenhäuser von der Uniklinik bis zum Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung in Bezug auf ihre Resilienz und ihr Potenzial zur Leistungsausweitung im Bündnisfall hin untersucht. Es hat sich bei den Untersuchungen gezeigt, dass die physische Sicherheit in Richtung „Bunkerbau“ in Deutschland von untergeordneter Bedeutung ist.

Die große Aufgabenstellung bei der Stärkung der Resilienz von Krankenhäusern im DACH-Raum ist eine potenzielle Leistungsausweitung im Bündnisfall. Die Organisationsplanung von zusätzlichen Krankenhausflächen und deren technische Vorrüstung stehen dabei im Vordergrund. Die Planungsgruppe Schweitzer GmbH verfügt über umfangreiches Wissen zur Betriebs- und Organisationsplanung sowie das gebäudetechnische Know-how, um bei Überlegungen zur Resilienz kompetent und zielorientiert beraten zu können.



Rahmenbedingungen

Die zunehmende sicherheitspolitische Unsicherheit und die neue Bedeutung von Resilienz im Verteidigungs- und Bündnisfall führen dazu, dass auch Krankenhäuser ihre Rolle als kritische Infrastruktur neu bewerten müssen. Während früher vor allem medizinische Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit im Vordergrund standen, rückt nun die Frage in den Fokus, wie Kliniken unter extremen Bedingungen – etwa bei Stromausfällen, Cyberangriffen, Versorgungsengpässen oder auch militärischen Bedrohungen – funktionsfähig bleiben können.

Dieses Umdenken zwingt Krankenhäuser dazu, über die klassische Notfallplanung hinauszugehen und das Thema Resilienz im Bündnisfall zu durchdenken. In der Vergangenheit hat die Planungsgruppe Schweitzer direkte Verteidigungsszenarien bei ausländischen Krankenhausplanungen wiederholt thematisiert und geplant. Heute geht es in erster Linie um robuste Kapazitätserweiterungen im Bündnisfall. Sowohl geschützte Räume als auch redundante Energie- und IT-Systeme, Logistikwege, erweiterte Lagerhaltung und robuste Kommunikationsstrukturen sind dabei mitzudenken.